Nordbrücke dicht - Wie kommt Bonn jetzt aus der Krise? Die neuen Pläne von OB Guido Déus
Shownotes
Die Sperrung der Nordbrücke hat die Region ins Chaos und die Politik in den Krisenmodus geschickt. Die Bonner Nordbrücke ist zum bundesweiten Symbol für die marode Infrastruktur unseres Land geworden. Zweieinhalb Jahre ist die Brücke jetzt dicht. Das ist klar. Aber viele Fragen sind weiter offen. Wie hoch ist der Schaden fürs Radio Bonn/Rhein-Sieg Land? Welche Maßnahmen werden ergriffen? Was kommt noch auf uns zu? Und der Oberbürgermeister hat ein neues Amt hinzubekommen. Seit drei Wochen ist er Bonns erster Krisenmanager. Herzlich Willkommen, Guido Deus.
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00:00:00: Wenn die Unzufriedenheit der Menschen in Bonn immer größer wird, dass Politik die Aufgaben nicht geregelt bekommt wendet man sich den linken und rechten Rändern zu.
00:00:08: Das möchte ich gerne verhindern.
00:00:09: das bedeutet Ich muss jetzt mit unbequem Nachrichten raus!
00:00:17: Die Schwerung der Bonner Nordbrücke hat die Region ins Chaos und die Politik in den Krisenmodus geschickt.
00:00:22: Die Nordbrücke ist ein bundesweiten Symbol für die marode Infrastruktur unseres Landes geworden.
00:00:27: Zweieinhalb Jahre ist die Brücke jetzt dicht, das ist klar.
00:00:30: Aber viele Fragen sind weiter offen!
00:00:32: Wie hoch ist der Schaden fürs Radio Bonn-Rhein-Siegland?
00:00:35: Welche Maßnahmen werden ergriffen und was kommt noch auf uns
00:00:38: zu?!
00:00:39: Und der Bonner Oberbürgermeister hat inzwischen ein neues Amt hinzubekommen – seit drei Wochen ist er Bonds Erster Krisenmanager.
00:00:47: Herzlich willkommen, Gilo Deos!
00:00:48: Hallo Herr Groß.
00:00:50: Ich glaube jeder weiß noch ziemlich genau wo er am dritten Juni war als sie Nachricht kam.
00:00:54: Die Nordbrücke wird vollständig gesperrt.
00:00:57: Nehmen Sie uns einmal zurück mit an diesen Tag.
00:00:59: Wann haben Sie es, wie erfahren und was ist Ihnen da durch den Kopf gegangen?
00:01:03: Also ich habe einen Anruf bekommen von der Autobahn GmbH bzw auch von der Staatssekretärin aus dem Bundesverkehrsministerium.
00:01:11: das war so ungefähr anderthalb Stunden bevor das Ganze öffentlich geworden ist sodass ich die Gelegenheit hatte, unmittelbar einen Krisenstab, den ich nachher da nicht mehr Krisenstaub nennen sollte.
00:01:21: Sondern Taskforce einzuberufen weil mir direkt klar war mit einem Blitzschlag klar war was das für die Verkehrssituation, für die Mobilität der Menschen in dieser Stadt bedeutet.
00:01:31: und da galt es erst mal alle zusammen zu rufen, die da wichtig sind vom Planungsamt über Stiefbauamt, Überrettungsdienst, Polizei, Stadtwerke Ordnungsamt, die alle zusammenzurufen.
00:01:41: Und so kann ich sagen diese Taskforce hat getagt ungefähr zehn Minuten dem das Ganze öffentlich geworden ist.
00:01:47: Wir haben diese Meldung auch schon sehr früh als erstes mit veröffentlicht sofort eine Sondersendung auf die Beine gestellt, denn allen war klar jetzt ist wirklich Krise angesagt hier bei uns in der Region.
00:01:56: Wie liefen diese ersten Stunden ab?
00:01:59: Wir haben uns erst einmal ausgetauscht, was jeder in seiner Zuständigkeit eben einbringen kann.
00:02:05: Wir mussten daran denken... Das war ja vom Feiertag danach dann der Brückentag und zwar direkt klar.
00:02:11: die richtige Realität wird uns erst am kommenden Montag ereilen.
00:02:14: aber es galt zu klären wir an dem Brückenthag beispielsweise welche Schulen aufhaben, wie die Schulverkehre laufen sollen über den Nordbrücke gelaufen sind Wie wir sicherstellen können dass das der Rettungsdienst schnell genug gelangen kann.
00:02:29: Das waren so die allerersten Dinge und dann haben wir uns aber auch direkt mit der Situation auseinandergesetzt, wie begegnen wir dem jetzt?
00:02:36: Und uns war eigentlich allen miteinander sehr schnell klar viele Menschen in kurzer Zeit befördern können wir nur über den ÖPNV Und deswegen haben wir von Anfang an sehr konsequent und auch sehr schnell wie ich finde, auf Parkenreitplätze gesetzt.
00:02:50: Also kostenlose Parken-Reitpläte kurzfristig aus dem Boden zu stampfen, so möchte ich es mal sagen.
00:02:55: Und den ÖPNV so gut es geht, kurzfristige zu verbessern – das waren unsere allerersten Maßnahmen!
00:03:01: Was viele ja nicht verstehen, diese Brücke war jetzt zum nächsten Mal für Lkw gesperrt.
00:03:06: An das Fahrverbot hat sich kaum einer gehalten wurde ehrlicherweise auch nicht besonders doll kontrolliert Und dann gab's diese Sperrung von einer Stunde auf die andere.
00:03:15: Bestand wirklich die Gefahr, dass diese Brücke einstürzt?
00:03:19: Das kann ich natürlich als technischer Laie letztendlich nicht beurteilen aber es ist so das die Autobahn GmbH eben nicht aus Lust und Laune gemacht hat.
00:03:26: also Es war schon eine Befürchtung da und Sicherheit geht vor.
00:03:31: Also einfach der alte Grundsatz Sicherheit geht Vor.
00:03:36: Klar war, dass nicht mal Fuß- und Radverkehr weiter die Brücke benutzen darf.
00:03:40: Weil der Zugang auf der Vorlandbrücke endet... Da war mir so richtig klar, wie dramatisch die Situation eigentlich sein muss und dann kam ja auch sehr schnell noch die Sperrung der Unterfahrung, der Römerstraße hinterher.
00:03:53: Also ich kann nicht beantworten, wie real die Einsturzgefahr an dieser Stelle ist aber dass es eine Gefährdungslage gab und wir keine Zustände wie in Italien oder an anderen Stellen erleben wollen.
00:04:04: da kann ich schon verstehen das zu einem entschlossenes Handeln erforderlich war.
00:04:08: Letzte Woche dann Klarheit durch die Pressekonferenz mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder Die Brücke bleibt über zwei Jahre dicht.
00:04:14: Wir haben in den letzten Wochen die Nordbrücke untersucht.
00:04:18: Es geht um die linksrheinische Vorlandbrücke, die Schäden sind gravierender als das auf dem ersten Anschein gewirkt hat.
00:04:26: Es steht jedenfalls fest dass wir diese Vorland Brücke nicht mehr benutzen können für Pkw oder Lkw-Verkehr und deshalb wird sie jetzt möglichst schnell abgerissen.
00:04:35: Das wird unverzüglich die Ausschreibung auf den Weg gebracht und wir werden danach einen Ersatzneubau errichten, spätestens Ende des Jahres, im Jahr ist es bis zum Jahr zwölf und zwanzig errichtet haben werden.
00:04:47: Lassen wir uns diesen Zeitplan einfach wirklich nochmal durchgehen.
00:04:49: also die linksrheinische Vorlandbrücke das ist die Teil Brücke dort am Römerbad auf dieser Seite soll noch im Sommer abgerissen und neu gebaut werden.
00:04:57: wie geht's dann weiter?
00:04:58: Also die Sofortmaßnahme bedeutet und der schnellste Weg, der jetzt eben funktioniert ist sich erstmal um die Vorlandbrücke zu kümmern.
00:05:05: Und gar nicht um die Nordbrücke über die wir uns ja schon gestritten haben mit wieviel Spuren sie geführt werden sollen was das bedeutet für die Anwohner zum Beispiel darum geht es im Moment gar nicht.
00:05:13: Es geht also um die vor Land Brücke weil Für den Moment, ein eins zu eins Ersatzneubau sein soll ohne Planfeststellungsverfahren ganz schnell neu gebaut werden.
00:05:23: Es gibt ein paar gute Beispiele in Deutschland gerade Ramedal oder Leverkusen wo es wirklich gelungen ist sehr schnell für deutsche Verhältnisse tätig zu werden und es wäre ja schön wenn wir aus Bonn mal beweisen dass es noch schneller geht und also die Vorlandbrücke halt eins zu Eins zu ersetzen damit die Nochtbrücke weiter so wie sie ist benutzt werden kann bis sie neu gebaut ist.
00:05:44: Und der große Vorteil ist, dass dann wenn man so verfährt die Nordbrücke nicht ein zweites Mal gesperrt werden muss, weil die neue Nordbrücke neben der alten Brücke errichtet wird so dass das eben keine verschenkte Zeit ist sondern man dann mit dieser Vorlandbrücke über die alte Brücke fahren kann bis die neue Brücke fertig ist.
00:06:05: Das ist jetzt vereinfacht dargestellt aber es wird keine erneute Sperrung erforderlich sein.
00:06:08: Hätten wir jetzt direkt die Nordbrücke mitgebaut wie manches vorschlagen?
00:06:12: Dann würden wir nicht über zwei Jahre sprechen, dann würden wir ganz andere Zeiträume sprechen übrigens auch mit dem Planfeststellungsverfahren führt, nur um ein Beispiel zu nennen.
00:06:21: Also damit wäre unbedingt ein Planfeststellungsverfahren erforderlich.
00:06:24: wir würden viele viele Jahre mehr brauchen und deswegen ist das sicherlich die schnellste Lösung jetzt
00:06:29: so dass man dann eine neue Brücke neben der Alten hat in der bisherigen Form wie sie jetzt geplant ist.
00:06:35: nein
00:06:36: Das ist nicht entschieden, also beziehungsweise es ist eigentlich entschieden weil im Bundesverkehrswegeplan drin steht dass es drei Spure pro Richtung sein sollen.
00:06:45: Übrigens ich würde gerne damit aufräumen das man immer denkt eins zu eins ersatzneuerbar auch der Brücke.
00:06:49: dann würde sie so schmal sein wie heute würde Sie nicht... Also die Richtlinien haben sich geändert sowie Fahrradwege heute anders aussehen sehen auch Brücken heute andersaus.
00:06:58: Es kommt
00:06:58: eine Fahrspur hinzu?
00:06:59: Auf beiden Seiten?
00:07:00: Standstreifen mit Zufahrrad?
00:07:01: Ganz genau und Sicherheit?
00:07:03: Genau!
00:07:04: Der Fahrradweg, der Fußgängerweg.
00:07:05: Deswegen sieht die aktuellste Planung fast doppelt so breit aus.
00:07:09: Wir überlegen ob wir daran noch etwas reduzieren können, da sind wir auch im Gespräch mit der Autobahn GmbH und mit dem Bund.
00:07:17: also insofern ist das letzte Woche dann noch nicht gesprochen.
00:07:19: ich will auch keine Ängste schwören nur Fakt ist dass ein eins zu eins Neubau wie die Brücke heute von der Breite rechtlich gar nicht zulässig wäre und wir eben damit rechnen müssen, dass die Brücke ja neben die alte Brücke gebaut wird zumindest teilweise.
00:07:33: Und das Hauptproblem sind die Zufahrten im Bereich Auerberg.
00:07:37: Dieses Brückenbauwerk im Bereich Auerberg also die Vorlandbrücke hat heute schon eine Breite von ungefähr fünfzig Metern jetzt ungefähr geschätzt und dieses wesentlich breiter durch die zu- und abfahrten als die Brücke nachher selber.
00:07:50: Also insofern Ich verkürze, wir müssen noch dieses Jahr die Entscheidung treffen wie die Brücke gebaut wird.
00:07:55: Im Bundesverkehrswegeplan steht eine Spur mehr pro Richtung.
00:07:59: im Moment wird untersucht ob das unter den verkehrlichen Gegebenheiten heute immer noch angemessen ist ja oder nein und dann muss die Politik ne verantwortungsvolle Entscheidung treffen.
00:08:07: Das hört sich für mich schon wieder nach jahrelanger Diskussion an.
00:08:11: Bei der Nordbrücke stehen wir nicht unter dem gleichen Zeitdruck wie jetzt bei der Vorlandbrücke, das heißt ein bisschen Zeit haben.
00:08:17: Es gibt ja schon Planstudien und es gibt ja verschiedene Varianten die schon auf dem Tisch liegen.
00:08:22: Daran können wir vielleicht noch ein bisschen schrauben und optimieren.
00:08:24: ich bin da eigentlich recht zuversichtlich wenn wir nicht diesen Grundsatzstreit führen würden.
00:08:29: Der Grundsatzstreit bedeutet ja, wollen wir eine leistungsfähige Autobahntrasse haben?
00:08:34: über die Nochtbrückung?
00:08:35: Über den Tausend Füßler Ja oder Nein.
00:08:37: Da gibt es die einen, die sagen wenn der Verkehr besser fließt dann ziehen wir nur mehr Autos an und die anderen die sagen Wenn die Autobahn funktioniert dann fahren die Leute nicht durch die Wohngebiete.
00:08:46: da muss man sich für eine der beiden Varianten entscheiden.
00:08:48: Aber
00:08:48: das ist ja genau der Status quo den wir seit neunzehn Jahren haben als dann eben zwei tausend sieben das erste mal klar war Das Ding hält nicht mehr so ewig und seitdem wird eben genau über diese Frage diskutiert.
00:08:59: Warum ist die Hoffnung jetzt groß, dass man da doch schneller eine gemeinsame Lösung findet?
00:09:02: Na, wir müssen's.
00:09:03: Also erstens sind ein paar Entscheidungen in der Vergangenheit ja auch getroffen worden die damit zusammenhängen.
00:09:09: also eine Mehrheit hat sich entschieden keine Südtangente keinen Ändertaufstieg zu bauen.
00:09:13: dazu gehörte dass es eine Verbreiterung der Nordbrücke und des Tausend Füßlers gibt.
00:09:18: das war ein Teil des Kompromisses der damals gefunden worden ist.
00:09:21: und Ja ich will nicht zurück in die Vergangenkeit blicken und Ich will auch nicht mit dem Finger auf andere zeigen.
00:09:26: aber unsere Probleme in der Stadt Bonn sind natürlich jetzt auch so groß weil eben einen Hauptzubringer weggefallen ist und jetzt verteilt sich alles auf das vorhandene Netz.
00:09:34: Und das ist halt in dem Zustand, den man sich gerade befindet.
00:09:36: Ich will nochmal auf diesen Zeitplan zurück allein um Orientierung zu geben.
00:09:40: also Abriss der Vorlandbrücke jetzt im Sommer.
00:09:43: Ja.
00:09:43: Zweieinhalb Jahre Bauphase endet, achtundzwanzig soll es dann wieder funktionieren über die bisherige Nordbrücke.
00:09:49: Fahrradfußgänger sollen früher schon drüber dürfen.
00:09:51: ab wann?
00:09:52: habe ich von Anfang an thematisiert, weil mir nicht einleuchtend war, warum Fuß- und Radfahrer denn die Brücke oder die Vorlandbrücke gefährden sollen.
00:10:00: Aber es ist de facto so dass die Spindel eben auf der VorlandBrücke landet und deswegen muss der Zugang und Abgang zur Brücke.
00:10:06: Die Brücke ist nach wie vor sicher!
00:10:07: Ich will das nochmal sagen, muss anders geregelt werden.
00:10:10: Und wir sind jetzt gerade in Gesprächen mit der Autobahn GmbH, wie das schnellstmöglich passieren kann.
00:10:15: also kurz um... Die Sommerpause soll genutzt werden und nach der Sommerpause spätestens im Spätsommer die Brücke für Fuß- und Radverkehr wieder nutzbar sein, aber es muss ein neuer Zugang und Abgang gebaut werden.
00:10:26: Das ist für Fußgänger sehr einfach – für Radfahrer nicht ganz!
00:10:30: Also spätsommer Fuß-und Fahrradfahrende?
00:10:33: Dann haben wir die Phase ab achtendzwanzig.
00:10:36: Wann rechnen Sie also mit der Planung, also sozusagen das wir wirklich loslegen können mit den neuen Nordbrücke dann und mit tatsächlich Baubeginn?
00:10:43: Ich will mich gar nicht da auf etwas einlassen zu prognostizieren, wann's wirklich losgeht.
00:10:50: Wir uns alle jetzt sehr, sehr fokussieren wirklich auf die Vorlandbrücke und die Befahrbarkeit der Nordbrücke wieder hinzubekommen.
00:10:57: Ich sagte ja, der Bundesverkehrswegeplan hat eine klare Regelungsliegenvarianten auf dem Tisch.
00:11:02: noch dieses Jahr muss einer Entscheidung fallen und dann schauen wir mal!
00:11:08: Schauen wir mal.
00:11:08: Ja,
00:11:10: ich weiß genau wie sich das anhört aber wir müssen jetzt priorisieren.
00:11:13: Wir müssen alle Kräfte darauf fokussieren dass die Brücke wirklich jetzt innerhalb der nächsten Wochen angefangen wird abzureißen Die Vorlandbrücke meine ich damit und dass wir den Verkehr wieder über die Nordbrücke führen können.
00:11:23: Das hat für mich jetzt absolute Priorität.
00:11:26: Und die Spielchen in welcher Breite jetzt was soll und was da die richtige Sichtweise ist und ob wir dem Bundesverkehrswegeplan ändern oder nicht?
00:11:33: Das muss zwar parallel laufen hat aber nicht die gleiche Priorität.
00:11:36: Sie haben oft schon das Wort Taskforce jetzt angesprochen.
00:11:39: Wie ist diese Arbeit?
00:11:40: Also es gibt ja jeden Tag eine Lage besprechend bei Ihnen?
00:11:42: Nein, nicht jeden Tag.
00:11:43: aber wir haben glaube ich inzwischen in den letzten drei Wochen – das sind ja ungefähr jetzt drei Wochen-, haben wir zehnmal getagt und ganz klar auch an Feiertagen, an Brückentagen oder an Wochenenden und dafür bin ich sehr dankbar all dem Beteiligten dass sie das möglich gemacht haben.
00:11:57: über die verschiedenen Ämter Wir werden jetzt irgendwann in einen regelmäßigeren Rhythmus finden müssen, aber die Information dass die Brücke jetzt für zweieinhalb Jahre gesperrt ist.
00:12:07: Die ist ja auch mal gerade ungefähr eine Woche alt.
00:12:10: das heißt also wir haben bis zu dem Tag der Entscheidung des Verkehrsministeriums gelebt und jetzt sind wir eben in weiteren Prüfungen und ich glaube wenn wer da weiter sind und wir beobachten natürlich jeden tag die Situation und wir Beobachten auch sehr genau welche unserer Maßnahmen hat Erfolg hat zu wenig Erfolg, muss nachgebessert vielleicht sogar zurückgenommen werden.
00:12:33: Wir müssen ein bisschen Try and Error machen anders geht das in der Situation nicht.
00:12:37: Das heißt aber ich denke wir werden irgendwann jetzt zur Sommerpause hin in einen regelmäßigen Tonus unserer Taskforce kommen.
00:12:43: Dann lassen Sie uns mal einige dieser Maßnahmen durchgehen die sie entschieden haben.
00:12:46: unter anderem Bus und Bahn fahren kostenlos bis Ende des Monats, bis Ende Juni.
00:12:52: Der Monat ist jetzt fast rum.
00:12:53: was hat es gebracht außer siebenhunderttausend Euro für die Stadt Bonn an Kosten?
00:12:58: Ja das ist halt wie gesagt wir mussten.
00:13:00: am Anfang ging es nicht um monatelange Prüfungen und wenns und abers sondern es ging darum wie bringen wir viele Menschen dazu freiwillig umzusteigen?
00:13:09: Wie viel haben das gemacht?
00:13:10: Die Zahl kann ich Ihnen nicht nennen, für meinen Geschmack sind es zu wenig dafür dass wir Parkenreitplätze geschaffen haben und den ÖPNV kostenlos gemacht haben.
00:13:17: Und nachdem was ich gehört habe sind Busse und Bahn zumindest so überfüllt gewesen wie wir das vielleicht sogar oder manche das erwartet haben.
00:13:25: Das heißt da wäre mehr gegangen dafür dass das Angebot kostenlos ist.
00:13:29: Da haben viele gesagt ja im Grunde eine Promo-Aktion sehr kostenträchtige Aktionismus.
00:13:35: Aktionismus weiß ich nicht.
00:13:37: Aktionismus oder überhaupt Pragmatismus ist jetzt gefragt in der Situation und es war ein Lustmachen auf etwas anderes ausprobieren, gerade für diejenigen, die es noch nicht getan haben und ich weiß dass das nicht gerecht war jemand gegenüber den Deutschlandticket hat und weiter sein Abo bezahlt hat.
00:13:53: aber es ging halt darum Menschen die bisher den ÖPNV nicht nutzen auf den ÖPNV zu bekommen.
00:13:57: und Ich habe von Anfang an gesagt anders als das damals beim neuen Euro Ticket der Fall gewesen ist nicht durch finanziell, wenn wir nicht Hilfe von Bund oder Land in dieser Hinsicht bekommen.
00:14:08: Wir werden es auch nicht
00:14:08: durchhalten.".
00:14:09: Sie haben's richtig gesagt das sind so ungefähr dreihundertfünfzigtausend Euro pro Woche.
00:14:13: rechnen sie es auf dem Monat hoch.
00:14:14: Inzwischen wissen wir übrigens dass die Verkehrsverbünde von uns ungefähr vierhunderttausende Euro verlangen würden.
00:14:19: Würden wir das fortsetzen?
00:14:20: Das wären vierhundertausend pro Woche.
00:14:22: da sind eins Komma sechs Millionen Euro im Monat.
00:14:25: und wenn dann auch noch diejenigen hingingen und ihre Deutschlandtickets kündigen um davon zu profitieren dann wäre ein weiterer Millionenschaden ab Denn wir müssen eben auch im Verkehrsverbund den anderen einen Ersatz, einen Schadensersatz dafür leisten für die Einnahmeverluste.
00:14:40: Das können wir alleine nicht
00:14:41: durchhalten.".
00:14:56: Wir werden es nicht durchhalten.
00:14:57: Also ich reise nach Berlin nächste Woche unter anderem, um das und andere Punkte mit dem Verkehrsministerium der Staatssekretärin zu besprechen.
00:15:04: Ich habe auch Schützenhilfe dabei.
00:15:06: die Oberbürgermeister von Köln Leverkusen die Metropole Regionen Rheinland sind dabei wenn wir mit der StaatssekretärInnen in Berlin darüber sprechen was wir als Region vom Bund jetzt erwarten.
00:15:15: Ich will noch mal Danke sagen.
00:15:17: Schneider Frau Dr.
00:15:18: Stutz haben sich unmittelbar gekümmert sind vor Ort gewesen Es haben hier in Bonn Sitzungen stattgefunden.
00:15:25: Das läuft alles wunderbar.
00:15:26: Wir werden auch Hilfe bekommen bei Umleitungsverkehren, die Nordbrücke und die Vorlandbrücke so schnell wie noch nie zuvor.
00:15:32: Alles soweit gut aber...
00:15:33: Aber Sie gehen mit dem Konkretenssoziel schon hin ÖPNV kostenlos Geld zu bekommen damit man ÖPNVA weiter kostenlos anbieten kann.
00:15:41: Kostenlos, glaube ich werden wir nicht hinbekommen.
00:15:43: Wäre auch ungerecht und ist aus Gründen dessen dass Menschen ihr Deutschlandticket zurückgeben in der Dimension glaube ich nicht zu rechtfertigen.
00:15:50: aber ein vergünstigtes Ticket wäre mein Ziel.
00:15:52: Mein Ziel wäre für diesen Zeitraum mindestens ein deutlich vergünstigtes Ticket anbieten zu können für die dies nicht jeden Tag machen und das Deutschlandtickett nutzen ob das erreichbar ist beispielsweise über das System Easy NRW was da was umprogrammiert werden könnte des Bundes.
00:16:11: Das könnte ich mir gut vorstellen, weil ich glaube nach wie vor der ÖPNV ist das beste Mittel was wir in dieser Situation haben.
00:16:18: Wenn er nicht auch dann im Stau steht?
00:16:20: Ja das ist ein sehr wichtiges Thema über das wir gleich wenn sie möchten auch gerne sprechen können.
00:16:25: aber ich möchte es noch mal sagen im Moment ich freue mich über jeden Fahrradfahren und ich weiß dass die Zahlen sich über die Kennedy Brücke verdoppelt und an Teilen vielleicht sogar an manchen Tagen vielleicht verdreifacht haben.
00:16:35: das ist super!
00:16:36: Aber Sie wollen doch die Fahrradspuren, die Umweltspuren wieder zurücknehmen?
00:16:39: Habe ich gesehen.
00:16:39: Sag'
00:16:39: ich gleich gerne was zu ist nämlich nicht ganz so.
00:16:42: aber Die Fahrradfahrenden Zahlen werden nicht anhalten im Herbst und im Winter Und wir reden über eine Situation jetzt von nahezu drei Jahren und das muss Ich mit dem Blick haben.
00:16:50: Und zu dem Rückbau von, es sind alles Abwägungsprozesse.
00:16:53: Ich kann keine Häuser abreißen, ich kann die Straßenschluchten nicht größer machen.
00:16:57: Ich kan den Straßenraum der zur Verfügung steht nicht größermachen und so muss ich mir für jede Achse, jede Hauptachse in dieser Stadt überlegen welcher Verkehr über diese fließen soll.
00:17:07: Die alte Weisheit von wegen leistungsfähiger Hauptachsen um die Wohngebiete zu schützen ist für mich eine, die in dieser Situation wirklich besondere Bedeutung hat.
00:17:16: Der Eindruck dass wir jetzt überall ÖPNV und Fahrradspuren wegnehmen dem würde ich gerne widersprechen.
00:17:21: Das ist nur sehr punktuell an manchen Stellen der Fall, wir können auch gerne übers Detail sprechen.
00:17:26: aber lassen Sie mich eine Sache noch sagen Herr Groß.
00:17:29: Ich schätze mal das ninety-fünf Prozent des Busverkehrs in Bonn nicht über ÖPNV spuren sondern über die normalen Straßen fahren und deswegen ist es kein Kampf dass jeder Autofahrer der auch allein im Auto sitzt gut durchkommt Sondern es ist ein Kampf für den ÖPNW, für den Busverkäher wenn wir auch über funktionierende Straßen sprechen
00:17:47: Denn selbst der ADAC sagt pauschale Rücknahme, der Fahrrad und Umweltspuren
00:17:51: sei Quatsch.
00:17:52: Das wäre ja auch quatsch!
00:17:53: Und das hat auch niemand vor... ...und es ist wirklich ein Abwägen.
00:17:57: in dieser Taskforce sitzen Menschen die besonders den Fahrradverkehr im Blick haben, Menschen die den ÖPNV, sie Stadtwerke sitzen auch dabei, die den OPNV im Blick habe und nachher gibt's eine Abwägung zu treffen.
00:18:07: Wir können aber gerne über die einzelnen Trassen sprechen.
00:18:09: Machen
00:18:09: wir mal also Arnau-Allea, das war ihr Thema auch im Wahlkampf unter anderem.
00:18:12: Viele haben gesagt dass es das Symbolthema, das muss er irgendwie durchbringen, das ist jetzt wie auf dem Silbertablett
00:18:18: Kann man könnte man so sehen sehe ich aber gar nicht.
00:18:20: So also die erste Trasse, die die allerhöchste Wichtigkeit für mich hat ist Oxfordstraße.
00:18:24: Also B fifty-six kennen die Brücke und Oxfordstraß.
00:18:28: das ist die Trasse Die am meisten Verkehr im Moment auffangen muss wo ich die Räumlichkeiten auch Nicht verändern kann und die sehr komplexes und deswegen die Ideen Komban-Friedhof, eigene Trasse sixensechzig.
00:18:38: Deswegen die Idee runter mit der Abtrennung zwischen sechsensechszig und Individualverkehr damit die Busse über die Kennedybrücke, über die Bahntrasse fahren können.
00:18:49: dann eine Fahrradspur, die so bleibt wie sie ist bis ungefähr auf die Höhe des Kurz vor das Amtsgericht, dann nur soll der Fahrradverkehr für gefühlt drei-vierhundert Meter auf einen Schutzstreifen zurückgeführt werden.
00:19:06: Der überbreit ist, der nicht die Eimeter fünfundzwanzig eins fünfzig sondern teilweise bis zu zwei Meter haben wird.
00:19:11: also dass das ist die Richtung jetzt von der Kennedybrücke Richtung Alter Friedhof und in der Gegenrichtung.
00:19:17: es ist nur das Stück zwischen wenn ich's richtigen Kopf habe zwischen der Bornheimer Straße umleiten werden, und zwar Richtung Friedensplatz und nachher wieder auf die Busspur.
00:19:29: Und graben
00:19:29: Sie das schnell durch?
00:19:30: Ganz klare Botschaft.
00:19:31: lassen sie mich noch sagen!
00:19:33: Es fließen zwischen achtzehn- und einundzwanzig Linien... Die Experten sind sich uneinigt.
00:19:37: Zwischen achtzehnt und einunzwanziger Buslinie.
00:19:40: Richtung kennen die Brücke vom Friedenplatz aus.
00:19:42: Da bleibt die Bus- und die Radspur so wie sie ist.
00:19:46: Es fließen aber nur drei Buslinien in der Gegenrichtung, da eben die Veränderungen zu einem Schutzstreifen.
00:19:52: Das heißt also der Eindruck dass man alles wegnehmen würde oder auf Null drehen würde, der ist wirklich einfach falsch.
00:19:57: Kriegen Sie das schnell durch?
00:20:00: Dazu sind einige Prüfungen, die aktuell laufen.
00:20:03: Wir sind glaube ich in einer gewissen Schlussphase.
00:20:05: wir brauchen auch teilweise Genehmigungen.
00:20:07: Wir wissen so etwas beachten wie Rückmeldung von der Feuerwehr und der Polizei beim Ausfluss aus der Bornheimer Straße.
00:20:13: daran wird gerade gearbeitet.
00:20:14: Ich gehe davon aus dass wir die Oxford-Straße wenn alles gut läuft So umgebaut bekommen wie es grade einmal grobskeziert habe vor der Sommerpause.
00:20:23: Weil ich frage deswegen weil das ja auch in Bonn ganz häufig genau ein sehr ideologisch diskutiertes Thema war.
00:20:29: Das bleibt es leider auch.
00:20:30: Und ich würde mir wünschen, dass sich das jetzt ein bisschen zurückfahren würde.
00:20:34: Denn das ist nicht die Zeit für Konfrontation und auch das möchte ich noch mal klar sagen wir arbeiten gerade nicht an Stadtgestaltung und nicht daran unsere Stadt soll schöner werden sondern unsere Stadt sollen noch funktionieren und das ist eine Kompromissuche und eine Kompromissfindung für alle Beteiligten.
00:20:49: Also ne klar ausgestreckte Hand auch in Richtung der Grünen?
00:20:52: Ich rede jetzt nicht in Parteibuchgedanken.
00:20:55: Das ist ja tatsächlich das Problem, Sie haben keine eigene Mehrheit.
00:20:58: die Grünen auf der anderen Seite und die CDU haben sich im Wahlkampf durchaus ideologisch bekriegt.
00:21:01: das kann man nicht anders sagen.
00:21:03: Und das ist natürlich wie sie völlig zu Recht sagen es ist jetzt nicht mehr State of the Art.
00:21:06: wir müssen jetzt handeln und wir müssen Lösungen finden.
00:21:08: Gut
00:21:08: das liegt an allen beteiligten Seiten dass so zu sehen im Moment erkenne ich das leider noch nicht.
00:21:12: Im Stadtrat sind einzelne Maßnahmen auch eben nicht einvernehmlich abgestimmt worden.
00:21:16: Wir streiten uns über die üblichen Strecken Oxfordstraße und Adenauer Allee unnötig und nicht angebracht in dieser Zeit, weil wir über Kompromisse und nicht über wir drehen alles zurückreden.
00:21:26: Und wir wollen das jetzt zukünftig so-und-so haben sondern über Notfallpläne für einen begrenzten Zeitraum.
00:21:31: deswegen würde ich mir mehr Kompromissbereitschaft auf allen Seiten wünschen.
00:21:35: Gehen wir ein paar weitere Maßnahmen durch Verbesserung der Fährverbindungen über den Rhein.
00:21:39: Montaufer Fähre seit drei Wochen im Dauerbetrieb.
00:21:41: man steht zum Teil immer noch über eine Stunde in der Rush Hour.
00:21:44: warum setzt man sich einfach mehr Fähren ein?
00:21:46: weil sie dafür natürlich auch den Zugang zum Reihen und den Abfluss dann eben auch der Straßen brauchen.
00:21:51: Ich weiß, dass eine weitere Fairverbindung geprüft wird über die Bundeswährrampen, die NATO-Rampen in Bonn sind, die meines Wissens zurückgebaut.
00:21:59: im Bonn haben wir diese Möglichkeit nicht.
00:22:00: Im Rheinsiegkreis wird da drüber gesprochen.
00:22:06: Halt ich für ne sehr gute Lösung wenn das umgesetzt werden könnte.
00:22:09: am Anfang hat so ein Taskforce auch mal diskutiert.
00:22:12: von wegen können wir nicht irgendwie im Stadtgebiet Bonn eine Not Brücke oder wie auch immer einrichten, nur wir reden über eine Bundeswasserstraße die wir nicht einfach dicht machen können.
00:22:20: Also können wir nur bei fair Verstärkungen sprechen?
00:22:22: Unser Personenverkehr ist nicht das Problem.
00:22:24: deswegen gäbe es die Reinigse noch – das würde uns gar nicht so helfen sondern es ist wirklich der Auto und insbesondere der LKW, der Schwerlastverkehr, der ein Problem hat Ost-West-Achse, West-Ostachse über den Rhein zu kommen.
00:22:36: Viele Menschen sind wirklich enorm belastet.
00:22:38: viele Firmen, viele Einzelhändler Handwerker Unternehmer fürchten tatsächlich um ihre Existenz.
00:23:08: Was würden Sie sagen, wie groß ist der Schaden für den Wirtschaftsstandort Bonn?
00:23:12: Ich kann den Schaden nicht schätzen.
00:23:13: Da gibt es kompetentere Menschen als mich das zu schätzen, er ist auf jeden Fall deutlich.
00:23:17: also ich weiß Zahlen dass in den Tiefgaragen der Stadt Bonn plötzlich dreißig Prozent, vierzig Prozent weniger los ist.
00:23:25: Ich weiß schon vorher, dass der Einzelhandel geklagt hat bevor die Situation Nordbrücke war.
00:23:29: Erreichbarkeit der Innenstadt und das viele Menschen in der Stadt nicht bedeutet, dass sie auch ihr Geld da lassen.
00:23:36: Und jetzt ist diese Situation sehr viel ernster geworden.
00:23:38: man sieht es ja wenn man in den Gastronomien unterwegs ist in der Bonner Innenstadt unterwegs ist kann man sehen, dass die auch die Frequenz abgenommen hat Nicht nur die Kaufkraft sondern auch die frequenz Abgenommen hat.
00:23:47: Das heißt erheblicher Schaden da und ich möchte allen zurufen, auch wenn es vielleicht ein paar Minuten länger dauert in die Stadt zu kommen.
00:23:55: Kommen Sie in die statt unterstützen sie die Einzelhänder.
00:23:57: wir haben eine so herrliche wirklich schöne Innenstadt und da kann man selbst bei diesen Temperaturen aushalten und da wo man's noch nicht gut genug aushalten kann versuchen nachzusteuern mit Sonnensegel oder mit Begrünung oder auch mit Bewässerungen.
00:24:10: Rund hunderttausend Autos sind täglich für die Nordbrücke gefahren.
00:24:14: Die suchen jetzt neue Wege, der ADAC hat berechnet dass die Autos dadurch rund fünfzig Millionen Kilometer Umwege fahren pro Jahr.
00:24:20: Volkswirtschaftliche Schaden haben wir schon gesagt, rund hundertsiebzig Millionen.
00:24:23: Sie fordern jetzt den finanziellen Ausgleich von Bund und Land.
00:24:25: Haben wir schon kurz drüber gesprochen?
00:24:26: Gibt es eine konkrete Summe wo sie sagen, die brauchen wir hier?
00:24:30: Also wir bewerten vom Bund unterstützt werden bei allen Umleitungsverkehren alle Strecken Verkehr ausgewiesen werden als Umleitungsstrecke, da werden die Kosten für seitens des Bundes übernommen und auch für die Schäden, die entstehen.
00:24:44: Also wenn wir es jetzt schaffen vernünftig zu dokumentieren wie sieht die Kennedy Brücke?
00:24:48: Wie sieht die Oxford Straße?
00:24:49: Wie sie die Adenau lebe?
00:24:50: Sieht die Reuterstraße aus?
00:24:51: und dann nachher nach den zweieinhalb Jahren nachweisen können was sich verschlechtert hat an wen auch dafür die Kosten vom Bund getragen das ist schon einmal gut hilft mir aber nicht beim innerstädtischen Verkehr.
00:25:01: zur Bewältigung meines Erachtens ist es auch die Zuständigkeit des Bundes Dafür zu bezahlen, woher er eigentlich nicht zuständig wäre weil er der Auslöser ist.
00:25:08: Es fällt eine Bundesautobahn weg.
00:25:10: wir haben deswegen jetzt Zusatzkosten.
00:25:12: ein Beispiel wollten im nächsten Jahr allein zwanzig Millionen Euro bei den Stadtwerken im ÖPNV einsparen.
00:25:18: Wir werden bestimmt jetzt nichts einspare sondern deutlich mehr Geld ausgeben und auch dafür ist der Bund meines Erachtens verantwortlich zu machen.
00:25:25: Aber eine Größenordnung die sie
00:25:28: Kann ich noch nicht greifen, weil allein die Zahlen was mich eine Woche kostenloser ÖPNV kostet.
00:25:33: Also wie viel Schaden ersatze ich dafür den Verkehrsverbund leisten muss?
00:25:36: Der hat sich verändert der ist neu berechnet worden und wie sie eben auch schon wie wir festgestellt haben so viele Menschen haben das Angebot gar nicht genutzt.
00:25:43: also insofern dass sind im Moment konzentriert sich alles diese gesamte Stadtverwaltung.
00:25:48: jeder der mitspielt konzentriert sich im moment auf's machen und ein bisschen weniger auf aufschreiben.
00:25:54: das müssen wir nachholen.
00:25:55: wir müssen für manches auch genehmigungen Einholen, deswegen dauert es auch so lange.
00:25:59: Aber hier wird wirklich hier pragmatisch angepackt im Moment und ich gebe zu, dass sich deswegen manche Zahl im Moment einfach noch nicht liefern oder prognostizieren
00:26:07: kann.".
00:26:08: Die Nordbrücke ist ja nicht über Nacht marode geworden, Gesprächen über ein Problem das seit fast zwanzig Jahren bekannt ist.
00:26:14: Wie erklären Sie den Menschen?
00:26:16: Das Politik-und Verwaltung ist in dieser Zeit nicht geschafft haben eine Lösung auf dem Weg zu bringen!
00:26:22: Nun, die Erklärung ist so wie in ganz Deutschland zu sehen.
00:26:25: Wir haben einen Sanierungsstau im Bund, im Land und in den Kommunen.
00:26:27: Hier in Bonn merkt man es wenn man in die marode Schwimmbäder geht In Schulen wo die Schultoiletten in einem miserablen Zustand sind.
00:26:34: Man merkt's auf den Straßen Auf den Brücken Man merkts in Kultureinrichtungen Und man merks auf Bundesautobahnen Man merks im Schienennetz der Deutschen Bahn Man merke es an allen Ecken und Enden.
00:26:43: Die Verantwortung dafür Herr Groß das haben sie richtig gesagt Die ist ein Jahrzehnten dieser Sanierungsstaus ein Jahr zehnten entstanden Und die Verantwortung liegt bei verschiedenen Bundeskanzlern verschiedenen Oberbürgermeistern bei verschiedenen.
00:26:54: Das kann man nicht festmachen an, wir haben eins getan!
00:26:57: Wir haben sehr gerne als Politiker erwartete Wohltaten an die Bevölkerung verteilt und haben die grundsätzliche Funktionsfähigkeit unseres Staates ein Stück weit aus dem Blick verloren.
00:27:08: Das muss sich ändern!
00:27:09: Ich fasse das mal so zusammen, also egal ob Rathaus oder ob Lande oder Bundespolitik keiner hat es geschafft rechtzeitig einen Trag für Gelösungen irgendwie auf den Weg zu bringen.
00:27:15: stattdessen eigentlich standen immer nur Einzelinteressen politische Profilierungen im Vordergrund nie das große Ganze.
00:27:21: Teilen Sie die Einschätzung?
00:27:22: Das ist ein bisschen zugespitzt aber vom Prinzip ja.
00:27:25: Also ich glaube wir haben wie so oft über unsere Verhältnisse gelebt, das haben wir auch hier in Bonn.
00:27:30: Wir sind keine Bundeshauptstadt mehr und auch nicht mehr die Regierung sitz!
00:27:34: Wir haben über unsere verhältnisse gelebt und Politiker, die gewählt werden wollen, sind immer in der Versuchung den Menschen Wohltaten zu verteilen.
00:27:41: Wir haben tolle Dinge kreiert wie Rechtsansprüche auf Kita, OGS... Wir haben viele Sozialstandards verbessert, die sind vom Bund beschlossen worden aber bei den Kommunen sind die Probleme vor Ort.
00:27:53: Unterfinanzierung der Kommunen hat dramatische Ausmaße angenommen, sodass Bonn da wirklich nicht alleine dasteht.
00:28:00: Wir können als Bundesstadt Bonn die Aufgaben für die wir zuständig sind allein so nicht mehr erfüllen.
00:28:06: Unsere Verschuldung wird sich egal was wir unternehmen, egal ob wir darüber reden dass wir Kultureinrichtungen fusionieren und einen Standort zusammenfügen.
00:28:14: Ob wir ein zwei Bäder schließen oder wie auch immer.
00:28:17: Wir werden unsere Haushaltssituation alleine nicht in den Griff bekommen.
00:28:20: Unsera Verschulung verdoppelt sich gerade.
00:28:22: Aber das heißt, das Ergebnis was wir hier gerade verkehrsmäßiger leben ist das Ergebnis von politischem Versagen.
00:28:28: Ja ausgelöst aber auch durch Erwachtungshaltung der Bevölkerung!
00:28:32: Also beides zusammen.
00:28:33: Na ja, die Erfolgerung erwartet jetzt erst mal dass es eine Brücke gibt über die man mit dem Auto gut drüber fahren kann und das dann nicht irgendwie mehrere Tage im Stau steht?
00:28:40: Die Bevölkerung erwachtet aber auch, dass es den OGS Rechtsanspruch gibt, dass man vernünftige Vereinbarkeit von Familie und Beruf hinbekommt, dass sozial schwache unterstützt werden wie in Bonn mit dem Bonnausweis, dass wir funktionierende Schwimmbäder haben, dass Kultureinrichtungen da sind.
00:28:55: also das erwartet die Bevölkerung auch alles.
00:28:57: Deswegen muss man Prioritäten setzen und auch entscheiden.
00:28:59: sie sind selbst seit vielen Jahren politisch verantwortlich.
00:29:01: Sie in Deutschland mittlerweile das Gefühl, dass man mehr Angst davor hat Entscheidungen zu treffen als Probleme ungelöst zu hinterlassen?
00:29:09: Leider habe ich diesen Eindruck und ich versuche das zumindest in dem Bereich auf den nicht Einfluss nehmen kann zu ändern.
00:29:14: Wir müssen unbequeme Entscheidungen treffen.
00:29:16: wir müssen im Gürtel enger schnallen.
00:29:17: manchmal ist weniger mehr.
00:29:19: Ich möchte gerne Qualität erhalten.
00:29:21: ob ich das in der Quantität, in der heutigen Zeit kann.
00:29:24: Das wage ich zu
00:29:25: bezweifeln.".
00:29:25: Das heißt wir müssen uns darauf einstellen dass wir wenn wir bestimmte Strukturen retten und in die Zukunft tragen wollen Wir auch auf Aufgaben die bisher wahrgenommen worden sind verzichten müssen oder auch auf lieb gewonnene Institutionen verzichten Müssen damit wir überhaupt noch einen funktionierenden Staat haben.
00:29:43: Und Ich finde das deswegen so wichtig weil sich unsere Demokratie Auf unseren Straßen entscheidet also Wenn Die Unzufriedenheit Der Menschen In Deutschland immer größer wird, dass Politik die Aufgaben nicht geregelt bekommt.
00:29:55: Wendet man sich den linken und rechten Rändern zu?
00:29:57: Das möchte ich gerne verhindern.
00:29:58: das bedeutet Ich muss jetzt mit unbequem Nachrichten raus und zwar, dass weniger mehr ist insbesondere wenn ich gewisse Qualitäten sichern will.
00:30:07: Ist es nicht gerade dann an der Zeit?
00:30:08: da komme ich wieder an den Punkt zurück.
00:30:10: Wir haben so viele Krisen hier.
00:30:12: Sie haben keine Mehrheit im Rat.
00:30:13: Warum nicht auf die größte Oppositionspartei zugehen Und ihnen die Hand zu reichen vielleicht für eine neue Kooperation in diesen Zeiten
00:30:20: Herr Groß, ich reiche jeder demokratisch legitimierten Partei in diesem Rat die Hand und diskutiere gerne mit Ihnen über Kompromisslösungen.
00:30:30: Aber dann muss auch eine Kompromissbereitschaft erkennbar sein.
00:30:33: Die erkenne ich im Moment nicht, ich sehe es anders als sie, dass es eine Ratsmehrheit gibt.
00:30:39: aus meiner Sicht gibt es die aber ich bin gerne bereit jedes Gespräch mit den Grünen zu führen wenn eben auch diese Kompromißfähigkeit erkennba ist.
00:30:46: Wenn wir uns aber überall nur darüber streiten das es für einen Verkehrsteilnehmer Nicht schlechter werden darf an keiner Stelle und die anderen nicht beachtet werden dann sehe ich wenig Kompromissbereitschaft.
00:30:58: Das heißt momentan gibt es nicht so viele große Themen, die glaube auch über die Parteigrenzen hinweg gelöst werden müssten.
00:31:04: für die Stadt?
00:31:05: Dass man da strukturelle Zusammenarbeit hinbekommt, die genau dieses Problem angeht.
00:31:10: Der Wert einer Demokratie lebt eben davon dass man unterschiedliche Meinungen hat diese Vertritt sich für sie einsetzt aber nachher auch fähig ist Kompromisse zu finden.
00:31:18: und ich appelliere an alle egal welches Parteibuch Sie haben dazu bereit zu sein.
00:31:24: Lassen Sie uns noch mal bis zu den Sommerferien einfach auf die Themen blicken, die sie jetzt tatsächlich konkret und schnell angehen wollen.
00:31:29: Was steht er in den nächsten Tagen an?
00:31:31: Also wenn ich hier von Ihnen weggehe werde ich wieder mich zur Taskforce dazu klinken.
00:31:36: wir sind in sehr vielen weiteren Prüfungen drin jetzt eben wissen dass dieser Zustand für drei Jahre anhalten wird oder bis Ende achtundzwanzig anhalten wird.
00:31:44: Wir prüfen weitere Parkenreitangebote kostenlos, die sollen auch kostenlos bleiben.
00:31:48: wir haben noch eine Schwachstelle auf dem Hardberg in Bad Godesberg.
00:31:50: können wir noch nachlegen.
00:31:51: Wir Prüfen jetzt primär Standorte die möglichst an der Schiene liegen damit wir keine Shuttle-Verkehre haben und die Kosten erzeugen wo wir ja nicht wissen wie viele Menschen das annehmen.
00:32:00: also wir sind an der Ausweitung von Parken Reitangeboten.
00:32:03: Wir sind wirklich in den Schlusszügen der Prüfungen und der Genehmigung die wir brauchen um die Busse über die Kennedybrücke fahren zu lassen über die Bahnspur fahren zu lassen, damit der gesamte Busverkehr dann durchfließen könnte und nicht mehr im Stau mit den Autos stehen würden.
00:32:19: Auch
00:32:19: noch vor den Sommerferien?
00:32:20: Ja
00:32:20: auch noch vor dem Sommerferie.
00:32:22: Die Adenauer Le haben Sie eben angesprochen ist in den Schlusszügen einer Prüfung, die wahrscheinlich dazu führen wird dass wir einen Fahrradschutzstreifen von einer Breite von ein Meter fünfzig zwei Metern ungefähr auf der Adenauerle weiter aufrecht erhalten, vom Koblenzator bis zur Weberstraße.
00:32:41: Aber der Radverkehr Wir reden über eine Notfallplan, über eine Übergangslösung.
00:32:46: Dann von Weberstraße Richtung Kaiser Richtung Bundeskanzlerplatz nicht mehr auf der B neun fahren dürfte.
00:32:53: Das ist im Moment die Prüfung.
00:32:54: später soll eine Radverkehrsführung umgesetzt werden.
00:32:58: das wäre ein Ziel für die Zukunft wo auch Radverkehr über einen Schutzstreifen über die gesamte Adenauer leben möglich ist.
00:33:04: aber erst mal würden wir eine schnelle Umsetzung bevorzugen also Möglichkeit weiter Radverkäher aus der Innenstadt kommend bis Weberstraße, damit Universität Beethoven genasen und so weiter erschlossen sind.
00:33:15: Aber dann nicht mehr von der Weberstrasse bis zum Bundeskanzlerplatz.
00:33:19: Fühlt sich gerade wohl als Krisenmanager?
00:33:22: Ich habe das Gefühl etwas bewegen zu können.
00:33:24: Das ist das positive daran.
00:33:26: Ich würde auch mal gern wieder ein bisschen mehr Schlaf finden, wobei ich nicht ganz sicher bin ob das an der Nordbrücke oder an den Temperaturen im Moment liegt aber ich habe das gefühl dass ich in dieser Stadt einigen Stellen sehr viel in kurzer Zeit bewegt hat.
00:33:38: Also ich bin schon ein bisschen stolz auf die eine oder andere Maßnahme, die wir umgesetzt haben und mich erreichen an Rufe aus dem gesamten Bundesgebiet, die sich schon ein bissel verwundert, wie Augen reiben, wie man ein jahrzehntelanges Problem wie keine Trasse sixensechzig am Kompannfriedhof mal eben innerhalb von eins zwei Wochen lösen kann.
00:33:54: also insofern es bewegt sich viel und da tut's gut zu merken, wie viele wirklich engagierte Kräfte auch in der Stadtverwaltung wirklich mitspielen Dinge denken, die noch nie gedacht worden sind.
00:34:02: Ich erzähle Ihnen was Verrücktes Bis zu der Prüfung, ob die Nochtbrücke nicht zum Parkenreitplatz umgebaut werden könnte.
00:34:09: Busse hoch oben parken, Reitbusse wieder runter weil die Nochbrücke hat ja kein Problem!
00:34:13: Also so kreative Dinge werden gerade geprüft.
00:34:16: wir beschäftigen uns damit ob die Bornheimer Straße wieder durchfließen darf.
00:34:20: also die Bernheimer Straße ist ja zur Kölnstraße.
00:34:22: ergänzend ist ja ein wichtiger Weg Richtung Autobahn fünffinfünf oder von der Autobahn rein.
00:34:29: War es in der jetzigen Situation richtig, dass man am Kaiser Karlring abgebunden wird?
00:34:34: Ja oder nein?
00:34:34: Oder sollte man wieder gerade aus durchfahren können?
00:34:36: Ist auch eine Prüfung die gerade läuft parkenreit öpnv.
00:34:39: Können wir ihn noch irgendwie vergünstigen?
00:34:42: können wir das mit dem Rhein-Siegkreis zusammen machen damit der Hinke Fuß nur für den Sponder Stadtgebiet aufgehoben wird?
00:34:47: Das sind alles Prüfungen die im Moment beispielsweise laufen.
00:34:49: aber nochmal auch das überall sichere Radverkehr.
00:34:53: Also die Entscheidung, beispielsweise am Kombahnfriedhof den Radverkehr auf die Brötaltrasse zu führen hat dazu geführt dass wir an der Rheindauer Straße dem Radverkehr zukünftig vorangeben werden.
00:35:03: Oder die Entscheidung am Dorinthotel den Rechtsabbieger für das Auto zu verbieten damit der Radverkäher sicher der so zugenommen hat von der Brücke abfließen kann Das sind Entscheidungen für den Rad verkehr gewesen und deswegen ist es mir wirklich wichtig Wir arbeiten an sicheren Lösungen für alle Verkehrsteilnehmer.
00:35:21: Aber wir müssen eben auch Kompromisse suchen.
00:35:23: Und es scheinen sehr viele Stellschrauben zu sein, die aktuell gedreht werden müssen.
00:35:26: Erleben wir das noch beide?
00:35:27: Dass die Verkehrsprobleme in Bonn alle gelöst
00:35:29: sind?!
00:35:31: Alle!
00:35:32: Das wird immer auf die Sichtweise ankommen.
00:35:35: Oder
00:35:35: wie alt wir werden, das?
00:35:36: Ich würde auf jeden Fall bevor Sie oder ich mit dem Rollator unterwegs sind, würde ich mich darüber freuen wenn wir wieder darüber sprechen könnten wie unsere Stadt schöner wird für alle Verkehrsteilnehmer besser wird und wir aus diesen Notfallplänen raus kommen und vielleicht dass wir gelernt haben dass die Funktionsfähigkeit von manchen Institutionen in Bonn noch wichtiger ist als sich mit schönen neuen Plänen zu beschäftigen.
00:36:00: Und so lange halten wir das Versprechen auch aufrecht, dass sobald irgendetwas Neues passiert rund um die Nordbrücke.
00:36:06: Was auch immer Neubau-Stausituationen.
00:36:08: Wenn was ist sind wir da von Radio Bonn-Rhein-Sieg und berichten live.
00:36:12: Vielen vielen Dank für das Interview Oberbürgermeister Guido Deus.
00:36:15: sehr gerne
00:36:17: Volker Groß das vier Ohr im Gespräch!
00:36:20: Vielen dank, dass ihr zugehört habt und ich würde mich natürlich sehr freuen wenn er auch in Zukunft mit dabei seid und diesen Podcast abonniert.
00:36:27: Schreibt mir gerne eure Meinung zu dieser Folge oder wie ihr euch als nächsten Gast wünscht.
00:36:32: Danke, bis zum nächsten Mal!
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